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Aktualisiert (Donnerstag, 17. Mai 2012 um 08:33) Geschrieben von: Administrator Montag, 29. September 2008 um 20:46
...auf der Website der Liesborner Imkerei "Zur Tegeler Biene".
Aktuell:
Mai 2012:
17.5.2012: Die Robinienblüte beginnt jetzt auch in den Außenbezirken und damit ist der Traum vom Abschleudern der Frühtracht ausgeträumt. Jetzt kann man nur die wenigen bereits verdeckelten Waben mit Reisszwecken markieren um diese später dann als Frühtracht abzuernten...für eine eigene Schleuderung lohnt sich der Aufwand jedoch nicht. Wie auch die "Innenstadtwaage" der Verlagsbienen (siehe links) zeigt, ist dort der Waagstock seit dem 11.5. abnehmend obwohl dort die Robinie noch weiter sein sollte...das läßt momentan nicht grad auf eine reiche Robinienernte hoffen.
5.5.2012: Der erste Berliner Schwarm - direkt am Potsdamer Platz hatte sich ein Schwarm von rund 1,6 kg Gewicht gesammelt, der nun ein neues Heim gefunden hat. Dabei wurde der Schwarm gleich mit einer einjährigen Königin versehen da die ungezeichnete Schwarmkönigin einen angeschlagenen und matten Eindruck machte...zudem fehlte ein Bein was insgesamt auf ein eher fortgeschrittenes Alter schließen läßt.
5.5.2012: Aus Spielnäpfchen werden Schwarmzellen, aus Spaß wird Ernst - die Schwarmzeit beginnt! Nach der derzeitigen Volksentwicklung und Wetterprognose kann ab Mitte nächster Woche mit Schwärmen gerechnet werden. Nun ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich und alle 7 Tage sollte in die Bienen geschaut werden. Auch wenn der Honigraum noch viel Platz zu bieten scheint - lieber einen mehr drauf als zu wenig. Gerade bei niedrigen Honigräumen sollte es immer viel Raum geben. Um den Bautrieb ausleben zu lassen werden im Honigraum Rähmchen mit Anfangsstreifen gegeben.
Auch die Ernte rückt näher; die an diesem eher regnerischen Wochenende beginnt womöglich schon die Verdeckelung.
April 2012:
28.4.2012: Die erwartete "Blütenexplosion" hat begonnen - am 19.4. öffnete sich die Sauerkirsche, einige Tage zuvor begann der Spitzahorn zu honigen. Jetzt ist die Sauerkirsche schon am Verblühen während sich die Süßkirsche (Kordia) in voller Pracht zeigt. Teilweise kommen die 2. Honigräume rauf und nun ist gerade bei der Schiedverwendung Gucken angesagt - ausreichend Platz brauchen die nun ebenfalls "explodierenden" Bienenvölker; zahlreiche Spielnäpfchen zeigen schon die Vermehrungswünsche. Dazu kommen die Baurahmen, deren Ausschneiden die sommerliche Varroa-Milben-Belastung um 85% senken kann! Viel zu tun am Bien...
12.4.2012: "April, April, der macht,w as er will" - passt auf diesen April 2012 bisher sehr gut. Nach dem verwöhnenden Märzstart ist es nun wieder unbeständig, kühl und regnerisch geworden. Die Obstblüte steht in den Startlöchern und scheint auf die Sonne nur zu warten. Nur Pfirsichblüten zeigen sich schon. Nur schwer findet sich jetzt mal ein +15°C Sonnentag um in die Völker zu schauen. Aber bisher alles nach Plan - bis auf 2 Völker haben alle den Honigraum angenommen und der Baurahmen wird ausgebaut. Erste Drohnen sind im Volk unterwegs und warten auf ihren Einsatz. Es gibt nicht viel (für den Imker) zu tun - die Ruhe vor dem (Blüten-)Sturm.
März 2012:
Bei strahlender Sonne wurde am 9.3.2012 die 15°C-Marke geknackt und die Gelegenheit war günstig, einen raschen Blick in die Völker zu werfen. Die kurze, warme Mittagsphase wurde genutzt um den ersten drei Völkern das Schied einzuhängen, die inzwischen auf der Hälfte der Wabengassen sitzen; ein Volk ist sogar schon stark genug um bei diesen Bedingungen alle Wabengassen zu besetzen. Zwei stellten sich als zu schwach heraus und hatten das Brutgeschäft noch nicht mal begonnen weil die Bienenmasse offenbar nicht ausreicht um die Bruttemperatur zu halten - sie wurden kurzerhand zusammengegeben; mal sehen ob das reicht.
Schimmelige, alte Randwaben können jetzt gut aus den Völkern genommen werden; ebenso weitgehend geleerte, schwarze Schwarten. Das Bienenhaus füllt sich mit solchen Gammelwaben; da muss bald wieder eingeschmolzen werden.
Am 18.3.2012 wurden bei gut 20°C und Sonne die Schiede gesetzt und dabei Pollen- und Futterwaben hinter das Schied verbannt. Die gesamte Brut (ca. 3 bis 5 Waben) bleibt vor dem Schied. Nun kommen auch die ausgebauten DN 0,5er Honigräume auf die Völker - sie werden nun von den Bienen geputzt und repariert ehe es mit der Tracht los geht. Die Immen tragen kräftig hell- und dunkelgelben Pollen ein und sogar blauen Pollen ein.
Februar 2012:
Klirrende Kälte über die letzten 10 Tage mit Rekorden von - 25°C und tiefer (hier in Berlin dazu noch fast ohne Schneefall) verursachen ein abruptes Ende des vorzeitigen Frühlingserwachens. Die Blütenköpfe erster Krokusse erfrieren und die Bienen beenden das bereits begonnene Brutgeschäft wie die Temperaturkurven des HOBOS-Projektes (siehe Weblinks) ahnen läßt. Jetzt muß man ernsthaft um die Vorräte und um schwache Völker fürchten, die es bei solchen Bedingungen nicht mehr schaffen, auf die vollen Waben überzuwechseln. Bei erstbester Gelegenheit müssen die Vorräte geprüft werden - das Stethoskop läßt hoffen; noch brummen alle Völker.Inzwischen ist das Thema "Gentechnik in Honigen" noch nicht ausgestanden. Wie eine Untersuchung von Ökotest aus dem Dezember 2011 zeigte fanden sich in 14 von 20 getesteten Honig Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen. Da die vor allem in Südamerika angebaute Soja-Bohne der GVO-Sorte "RoundupReady Soja" jedoch als Lebensmittel in der EU zugelassen ist, gilt das auch für den Pollen und somit ist dieser Honig verkehrsfähig - ein Hinweis auf den GVO-Gehalt fand sich jedoch nicht wobei dieser erst ab Gehalten von mehr als 1% vorgeschrieben ist. Selbst Alnatura Honig, der mit GVO-Freiheit wirbt und für den daher die strenge Null-Toleranz-Grenze gilt, enthielt diesen Pollen. Zwei ebenfalls getestete Honige aus Deutschland waren GVO frei!
Januar 2012:
Ein mildes Neujahr mit Temperaturen um die 10 Grad und Regen. Inzwischen mußte das erste Winteropfer beräumt werden - ein Volk, das bereits bei der Winterbehandlung einen schwachen Eindruck machte, hat es nicht geschafft. Die Zahl der Bienen war zu schwach und die Temperaturen zu niedrig so daß es seine Wintertraube nicht mehr ausreichend heizen konnte...trotz noch voller Futterreserven!
Dafür zeigen die anderen bereits daß die Temperaturen Lust auf Frühling machen und das Brutgeschäft wieder aufgenommen wurde. Jetzt muß das Augenmerk besonders auf dem Futterverbrauch liegen und die Völker werden regelmäßig gewogen.




