Meine Imkerei

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Klein aber fein ist meine Imkerei im Berliner Norden. Nah am Tegeler See gelegen finden meine 3 bis 6 Bienenvölker ein reiches Angebot an Linden, Ahorn, Kastanien und diversen Obstgehölzen und kreiieren schmackhafte, duftene Honige.

Ich halte die hiesige "Stadtbiene", also Apis mellifera carnica. Die Bienen bestimmen selber wo es lang geht, d.h. hier gibt es nur Standbegattung und keine Zuchtköniginnen - die Linie ist sanft und robust. Die Bienen wohnen in sogenannten "Segeberger Beuten" - das sind Hartschaumbeuten, die stabil, gut wärmedämmend und zudem leicht sind...wichtige Voraussetzungen für die körperlich schwere Honigernte! Die Beutengröße beträgt DNM 1 1/2 - das bedeutet große, einheitliche Bruträume, in denen die Bienen wie an Naturstandorten ungeteilte Brutnester anlegen können. Die Bienen haben zudem noch reichlich Platz für Honig, der dort auch unangetastet nur ihnen zur Verfügung steht. Der Vorteil ist zudem, daß die notwendigen Durchsichten schneller und damit bienenschonender erfolgen können. Die Honigräume, in denen dann der abzuerntende Honig eingelagert wird, beinhalten reine Naturbauwaben ohne Mittelwände und sind natürlich vollkommen unbebrütet.

Ich schleudere in der Regel zwei bis drei Mal im Jahr den wabenwarmen Honig, die anschließende Pflege beschränkt sich auf das notwendige Sieben, Abschäumen und Rühren - damit der Honig appetitlich und streichzart daher kommt. Sortenhonig kann ich als Standimkerin hier nicht bieten aber Abwechslung ist dennoch kein Fremdwort - jede Ernte fällt anders aus, je nach Trachtbedingungen, Klima und Sammelverhalten der Völker. Von jeder Schleuderung werden Referenzgläser zurückgehalten so daß vor dem Kauf ein Verkosten hier vor Ort möglich ist.

Da ein so betreutes Bienenvolk jedoch nur ca. 30 kg Honig im Jahr liefert, ist schnelles Nachkaufen aus der Charge empfehlenswert wenn es gerade mal besonders schmeckt.

 

 

 
Zwei Honige aus unserer Imkerei: links die Frühtracht 2010 mit dem dunklen Ton der Roßkastanie; rechts eine Zwischenschleuderung aus dem Juni 2010 - der helle, klare und leichtflüssige Robinienhonig. Jedes Jahr gibt es neue, manchmal überraschende Kombinationen die je nach Trachtlage und Witterung von den Bienen zusammengestellt werden.